Aufgaben

Prävention

Korruptionsprävention im BAK

Das BAK hat den gesetzlichen Auftrag, im Rahmen der Analyse von Korruptionsphänomenen Erkenntnisse über deren Vorbeugung, Verhinderung und Bekämpfung zu erstellen und diese in geeignete Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Dem Bundesamt obliegt dabei die Förderung der Bereitschaft und Fähigkeiten des Einzelnen, insbesondere von Gebietskörperschaften, sich über Maßnahmen zur Korruptionsprävention und Integritätsförderung Kenntnis zu verschaffen und ein entsprechendes Bewusstsein zu bilden.

Nach dem Verständnis des BAK umfasst Korruptionsprävention alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Korruption zu verhindern. Das BAK bedient sich eines umfassenden, evidenzbasierten und auf nachhaltige Wirkung ausgerichteten Instrumentariums an entsprechenden Maßnahmen.

Korruptionspräventions- und Complianceberatungen in der öffentlichen Verwaltung

Das Präventionsteam des BAK führt auf Anfrage Korruptionspräventions- bzw. Complianceberatungen unterschiedlichen Umfangs in Organisationseinheiten der öffentlichen Verwaltung durch. Die dabei angewendeten Korruptions-Risikoanalysen umfassen Workshops, Einzelfallanalysen, Analysen des Rechtsrahmens, des Organisationsaufbaus und relevanter Arbeitsprozesse u.v.m. In Abstimmung mit den jeweiligen Auftraggebern erarbeitet das Präventionsteam anhand der gewonnenen Erkenntnisse maßgeschneiderte Korruptionspräventionssysteme und stellt Präventionsempfehlungen zusammen. Im Sinne eines „Train-the-Trainer-Prinzips“ können im Rahmen der Beratungstätigkeit etwa auch unterschiedliche Analyse-Methoden vorgestellt sowie Anregungen bzw. Anleitungen zur selbstständigen Implementierung von Präventionsmaßnahmen gegeben werden.

Multiplikatoren

Um die Reichweite der Schulungen und damit verbunden des Wissens um Korruption zu erhöhen, hat das BAK bereits in einigen Bereichen das Konzept der Multiplikatoren eingesetzt. Dabei geht es um Ausbildung von Meinungsträgern bzw. Lehrenden in der Korruptionsprävention, sodass diese ihr Wissen weitertragen können. Das BAK hat im BMI ein Multiplikatorenmodell zur Durchführung von Edukationsmaßnahmen implementiert und ist zudem Kompetenz- und Koordinationsstelle eines landesweiten Netzwerks von Anti-Korruptions-Beauftragten.

Integritätsbeautragten-Netzwerk

Integritätsbeautragten-Netzwerk

Der Integritätsgedanke soll in Österreich weiter gestärkt werden. Integres Verhalten wird noch stärker als bisher im Bewusstsein der MitarbeiterInnen des öffentlichen Sektors als grundlegendes Element zur Förderung der Integrität, Zuverlässigkeit und Effizienz verankert sein. Zu diesem Zweck bildet das BAK im Rahmen eines Integritätsbeauftragten-Netzwerks MitarbeiterInnen des öffentlichen Dienstes zu ExpertInnen für Fragen der Integritätsförderung und Korruptionsprävention aus. Diese Integritätsbeauftragten sollen in ihren Organisationseinheiten als Multiplikatoren des Integritätsgedankens fungieren. Das BAK errichtet, betreibt und administriert eine Internet-Plattform (IBN-Plattform) für das Integritätsbeauftragten-Netzwerk, auf welcher die Integritätsbeauftragten auf weiterführende Informationen zu den Themen Compliance, Korruption, Ethik, Integrität oder Organisationskultur zugreifen können. Neben der Internet-Plattform wird das BAK künftig auch regelmäßige Follow-Up-Meetings für die Integritätsbeauftragten anbieten.

Veranstaltungen

Ein wesentlicher Bestandteil der Präventionsarbeit des BAK ist die Sensibilisierung für die Gefahren von Korruption. Zur Bewusstseinsbildung und Informationsvermittlung organisiert das Bundesamt eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema Korruption für unterschiedliche Zielgruppen.

Das BAK lädt daher zu diversen Veranstaltungen ein.