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BGF-Spezialworkshop: Bewegung am Schreibtisch

Vieles in unserem Alltag läuft automatisch ab. Wenn Sie alte Gewohnheiten ablegen wollen, dann ziehen Sie um.

Der Sportwissenschafter und Trainer Georg Höchsmann brachte in seinen Workshop eine Studie mit, die besagt, dass im Schnitt 43 Prozent der täglichen Handlungen von uns ausgeführt werden, ohne darüber nachzudenken und ein bewusstes Ziel damit zu verfolgen. Viele Menschen wollen zum Beispiel abnehmen, weil sie zu dick sind und Übergewicht generell als unattraktiv eingestuft wird. Es wird stigmatisiert und sorgt für jede Menge Leidensdruck. Dennoch schaffen es die wenigsten, ihr Gewicht zu reduzieren. Das gleiche gilt für den Wunsch mehr Sport zu betreiben oder sich einfach mehr zu bewegen. Das hat mit den eigenen Gewohnheiten zu tun, die man mehr oder weniger bewusst pflegt.

Gewohnheiten entwickeln sich im Zusammenspiel mit der Umgebung, im Büro, in der Nachbarschaft, im eigenen Zuhause. Diese Umgebungen erinnern die Menschen immer wieder daran zu essen, zu trinken, rauchen, sich zu bewegen oder fernzusehen. Wer dort versucht seine Gewohnheiten zu ändern, hat es mit einem Ermüdungskampf mit sich selbst, mit dem eigenen Gehirn zu tun.

Was machen also willensstarke Menschen anders? Willensstarke Menschen sind gut darin, sich eine hilfreiche Umgebung zur Bearbeitung ihrer Aufgaben auszusuchen. Oft gestalten sich solche Menschen ihre Umgebung auch einfach um. Sie haben ein intuitives Verständnis dafür, wie man die Umgebung nutzbringend ändern könnte. Meist reichen kleine Veränderungen wie eine Fitnessmatte im Büro neben dem Schreibtisch oder gruppendynamische Effekte, bei denen sich Gleichgesinnte für eine halbe Stunde im Gang treffen, um gemeinsam Übungen auszuführen. Die Umgebung gibt Auslösereize vor, und wir folgen ihnen. Warum also nicht seine Umgebung ein klein wenig so umgestalten, dass tägliche Bewegung als gute Gewohnheit in den Alltag Einzug halten kann.

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©  BAK

Artikel Nr: 15199 vom Montag, 09. Oktober 2017, 11:23 Uhr
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